Tradition

Wappen Böhmisch BrauhausÜber 600 Jahre Braurecht in Großröhrsdorf
Uralt ist der Brauch, Bier und bierähnliche Getränke herzustellen und bei den verschiedensten Anlässen zu genießen.
Im Laufe der Zeit haben sich die Art der Herstellung , die Rohstoffe, der Geschmack und die Haltbarkeit grundlegend verändert. Die Großröhrsdorfer Brautradition lässt sich mehr als 600 Jahre zurückverfolgen und hat ihren Ursprung im ehemaligen Lehngut des Ortes. Im Jahre 1887 wurde am heutigen Standort eine komplett neue Brauerei errichtet. Seitdem wird das traditionsreiche und wohlschmeckende Bier hier gebraut. Die Reprivatisierung des Unternehmens erfolgte 1990. Erfolgreich hat sich seitdem die Brauerei mit seinem sächsischen Bier auf dem Markt etabliert - ein Genuss für jeden Gaumen!


Das Wappen des Betriebes und seine Bedeutung
Das Wappen des Böhmisch Brauhaus Großröhrsdorf ist seit dem 13.06.1939 beim Deutschen Patent- und Markenamt als Wort- und Bildmarke eingetragen. Es enthält 5 Felder, im mittleren sind die Anfangsbuchstaben des Betriebes durch BB angegeben. Die übrigen weisen auf die geografische Lage des Böhmisch Brauhaus hin. Das linke obere Feld enthält das Wappen des Königreiches Sachsen. Die Felder oben rechts und unten links zeigen die Kurschwerter des Bistums Meißen, rechts unten den Bandwebschütz zum Zeichen dafür, dass in Großröhrsdorf die Bandindustrie beheimatet ist. Auf dem Wappen thront anmutig ein Löwe, als Sinnbild von Kraft und Stärke.
Weiterhin ist uns aus mündlichen Überlieferungen bekannt, dass der Löwe im Wappen als Symbol für Böhmen (Böhmischer Löwe) steht und der Name Böhmisch Brauhaus von den Begründern der neuen Brauerei bewusst gewählt worden ist. Der starke Bezug auf Böhmen hatte den Hintergrund, dass die Brauereigründer sich seinerzeit das Ziel gesetzt hatten, Biere böhmischer Brauart herzustellen. Unter Bieren böhmischer Brauart wurden damals Biere verstanden, die mit dem heutigen Pilsner annähernd vergleichbar sind, also in der Farbe hell und vom Geschmack her hopfenbetont sind und mit untergärigen Spezialhefen in einem sauberen Produktionsumfeld gebraut werden. Dieser Biertyp trat zur damaligen Zeit gerade in Europa seinen Siegeszug an und verdrängte immer mehr die bisherigen Biere, welche überwiegend aus veralteten Kleinstbrauereien stammten und von dunkler Farbe, unvollkommener Vergärung und schlechtem Geschmack - verursacht durch technische und mikrobiologische Unzulänglichkeiten - geprägt waren.
Im Wappen können natürlich die wichtigsten Rohstoffe Gerste und Hopfen nicht fehlen. Nach dem Deutschen Reinheitsgebot aus dem Jahre 1516 darf Bier nur aus Malz - geweichte, angekeimte und wieder getrocknete Gerste - Hopfen, Wasser und Bierhefe hergestellt werden.